Info: Warum sind die Jugendwerkstätten akut bedroht?
01.09.2011
Was ist die "Instrumentenreform"?
Die Bundesregierung plant für den April 2012 eine Reform der arbeitsmarktpolitischen Instrumente. Der Gesetzesentwurf streicht die Förderung benachteiligter bzw. leistungsschwacher Jugendlicher und Langzeitarbeitsloser stark zurück. Gleichzeitig werden die Ein-Euro-Jobs, auf deren Basis die Jugendwerkstätten arbeiten, reduziert. Die bürokratischen, finanziellen und organisatorischen Hürden für eine Umstellung der Arbeit auf andere Modelle, die das Gesetz vorsieht, sind für die Jugendwerkstätten zu hoch.
Damit bedrohen die geplanten Einschnitte die Existenz der Jugendwerkstätten, von denen allein in Niedersachsen 106 Einrichtungen seit langem erfolgreiche Arbeit leisten. Aktuell wird das Gesetz in den Bundestag eingebracht. Da der Bundesrat nicht zustimmungspflichtig ist, kann es dort nach dreifacher Lesung verabschiedet und gültig werden.
Deshalb versuchen die Jugendwerkstätten, die Politiker über die bedrohliche Situation und mögliche Lösungsansätze zu informieren.
Viele Aktionenaus dem ganzen Land präsentiert die Website des Landesarbeitskreises Jugend in Berufsnot:
http://www.lak-berufsnot.eu/instrumentenreform/index.html